Möhren und Zucchini in Bio-Qualität, Tomaten mit kräftigem Aroma: ein eigener Garten hat zahlreiche Vorteile. Doch der Schein kann leicht trügen. Umweltschutz heißt nicht nur, Chemikalien auf Obst und Gemüse zu vermeiden. Wer nachhaltig und umweltfreundlich in seiner grünen Oase gärtnern möchte, muss sein Augenmerk auf viele weitere Themen lenken und weitsichtiger denken.

Garten wässern mit Bedacht

Den Gartenschlauch noch schnell an den Wasserhahn anschließen und während der Mittagspause den Rasensprenger die Arbeit des Gießens zu überlassen - das klingt bequem und verheißungsvoll, ist jedoch bereits eine echte Umweltsünde. Wertvolles Trinkwasser wird für das Wässern von Grünflächen vergeudet, dabei verdunstet in der Mittagshitze bereits ein Großteil davon. Wer jedoch Regenwasser sammelt, zum Beispiel in Tonnen oder unterirdischen Tanks, tut wirklich etwas für die Umwelt. Dank der Gießkanne statt der elektrischen Pumpe, sieht zudem die CO2-Bilanz wesentlicher besser aus.

 









Gärtnern ohne Torf

Nährstoffreiche Gartenerde aus dem Garten- oder Baumarkt bringt den Garten zum Gedeihen. Dafür werden jedoch ganze Moore trockengelegt, um den dafür notwendigen Torf zugewinnen. Besser man kauft stattdessen Rindenkompost. Am idealsten ist es, sich einen Komposthaufen anzulegen und die Gartenabfälle darin in wahres Gold zu verwandeln. Der nährstoffreiche Humus findet immer Absatz im Garten und spart eine Menge Dünger.

Denn auch dieser kann durch sinnvolle Fruchtfolgen und den Einsatz von Humus vermieden werden. Wer seine Beete zwischen den Pflanzen mit Mulch abdeckt, spart zudem den Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln oder von Salz, welches das Grundwasser verunreinigt. Auch der Anbau von Mischkulturen trägt dazu bei, den Befall durch Schädlinge zu vermeiden. So wird Kamille zwischen Möhren gesetzt und die bunt blühende und essbare Kapuzinerkresse schützt andere Pflanzen vor Läusen.

Elektrische Gartengeräte

Die CO2-Bilanz ist bei all den elektrischen Gartengeräten heute ein echtes Problem. Rasenmäher, Häcksler, die elektrische Heckenschere oder die Pumpe, die tagein und tagaus den kleinen Wasserfall am Goldfischteich speist, sind nicht unbedingt umweltfreundlich. Der Laubsauger oder -bläser im Herbst ist nicht nur durch den Ausstoß seiner Abgase umweltschädlich, sondern belastet durch den ohrenbetäubenden Lärm auch Menschen und besonders Tiere. Der altmodische Laubbesen oder die mechanische Gartenschere sind hingegen nicht nur umweltfreundlich sondern auch eine perfekte sportliche Betätigung.

Umweltschutz im Garten