Gartenverein Freiroda
Am Angersteg e.V.

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Wir wünschen allen Gartenfreunden eine schöne ruhige Winterzeit, Zeit zum planen und träumen von Sommertagen im Garten!

Gartentipp

Kartoffeln anbauen mal anders

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Marienkäfer – Nützlinge im Garten
Marienkäfer sind beliebt und gelten als Glücksbringer. Tatsächlich bringen sie Glück, ganz besonders im Garten. Im Frühling, wenn sich Blattläuse rasend schnell vermehren, sind Marienkäfer oft die ersten, die es mit den Schädlingen aufnehmen. Eine Marienkäferlarve vertilgt hunderte von Blattläusen bis zur Verpuppung. Es lohnt sich, die nützlichen Gartenbewohner schon im Frühjahr mit blühenden einheimischen Pflanzen anzulocken. So sind die Weibchen in den Startlöchern zum Eierlegen, wenn die ersten Blattläuse auftauchen.
Kaum eine Käferfamilie weckt bei uns Menschen so viele Sympathien wie die Marienkäfer. Wir schätzen sie als Nützlinge, denn die meisten Arten vertilgen als Larve und als Käfer dutzende Blatt- oder Schildläuse am Tag. Einzelne Marienkäferarten fressen zwar Blätter und ein besonderer Spezialist nagt Pilzrasen von Mehltau ab. In unseren Gärten am häufigsten anzutreffen sind jedoch der Zweipunkt-, der Siebenpunkt- und der Asiatische Marienkäfer, allesamt Blattlausjäger.

Blattläuse an den Pflanzen sind für alle GärtnerInnen ein Ärgernis. Die Blattsauger vermehren sich rasend schnell und werden wegen ihres süssen Sekrets von Ameisen gehätschelt und verteidigt. Umso schöner zu wissen, dass auch Blattläuse nur Teil der Nahrungskette im Garten sind und zahlreiche Fressfeinde haben. Die Marienkäferlarve, wie auch der adulte Käfer ernähren sich beinahe ausschliesslich von den lästigen, klebrigen Plagegeistern und helfen so biologisch und naturnah, die Blattlauskolonien unter Kontrolle zu halten.

Wer hat die meisten Punkte?
Es gibt nicht einfach den Marienkäfer, sondern rund 100 verschiedene Arten über den Globus verbreitet. Typisch für die meisten Marienkäfer ist die Anzahl Punkte auf ihren Deckflügeln. Einige tragen ihre Punktezahl sogar stolz im Namen: vom bescheidenen Zweipunkt- über den berühmten Siebenpunkt-Marienkäfer bis zum 22-Punkt. Wer glaubt, er könne einfach die Punkte auf dem Rücken der Käfer zählen und wisse dann Bescheid, täuscht sich allerdings. Der Zweipunkt beispielsweise kommt nur im Winter als roter Käfer mit zwei schwarzen Punkten daher. Im Sommer ist er häufiger in schwarz mit zwei bis vier roten Flecken anzutreffen. Farbvariationen kennt auch der Asiatische Marienkäfer, dessen Grundfarbe von hellgelb über orange bis rot variiert. Seine oft 19 Punkte können dabei so gross werden, dass die Grundfarbe schwarz erscheint mit ein paar rötlichen Flecken. Anderen wiederum fehlen die Flecken ganz und sie sind einfach rot. 

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Marienkäfer versus Blattläuse: Das grosse Ringen im Frühling
Ganz egal, wie viele Punkte den Marienkäfer zieren: Wunderbare «Biowaffen» im Kampf gegen Blattläuse sind sie alle. Wenn Blattlauspopulationen im Frühling förmlich explodieren, kommen auch Marienkäfer rasch in Fahrt. Nach einem langen Winter, den die Käfer in Ritzen versteckt froststarr überdauert haben, brauchen sie als erstes ordentlich Futter. Da kommen die Frühblüher mit ihrem nahrhaften Pollen gerade recht. Auch die ersten Blattläuse verspeist der kleine Käfer noch selbst.

Angekurbelt durch das eiweissreiche Futter reifen im Weibchen rasch Eier heran. Die länglich-ovalen, orange-gelben Eier klebt es in Gelegen zu etwa 10–30 Eiern auf der Blattunterseite direkt neben den Blattläusen ab. Frisch geschlüpfte Marienkäferlarven taumeln der Welt blind entgegen. Wie gut, dass sie nicht weit krabbeln müssen, bis sie zufällig mit einer Blattlaus kollidieren. Das Opfer wird sogleich angestochen und genüsslich ausgesogen. Fressende Larven helfen ihren Geschwistern bei der Futtersuche, indem sie einen Lockduft absondern, der den Weg zu den Blattläusen weist. Um die 400 Blattläuse verzehrt eine Marienkäferlarve während ihrer rund 20-tägigen Entwicklungszeit.

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Der Igel im Garten
Es ist kein Geheimnis, dass wir Menschen mit mehr Rücksicht auf die Natur leben sollten. Dabei ist jeder Einzelne von uns gefragt. Was können wir also tun?

Ein ruhiger und zufriedener Untermieter, wer wünscht sich das nicht? Doch so einfach können Sie Igel nicht von Ihrem Garten überzeugen. Das stachelige Kerlchen ist eher wählerisch, was seine Unterkunft und dessen Umgebung anbelangt. Er verbringt viel Zeit mit der Suche nach einer geeigneten Behausung, doch dabei werden ihm oft buchstäblich Hindernisse in den Weg gelegt. Um den nachtaktiven Schneckenjäger im eigenen Garten ein Plätzchen einzuräumen, muss man ein paar Punkte beachten. Danach heisst es Geduld haben und abwarten.
Der Igel ist als Wildtier sehr beliebt und ein gern gesehener Gast im Garten. Sein Stachelkleid schützt den putzigen Gesellen – zur Kugel zusammengerollt – vor Fressfeinden. Gegen die Gefahren unserer Zivilisation kann dieser natürliche Schutz jedoch nichts ausrichten.

Mit einem naturnahen Garten und ein paar Tricks kann es einem gelingen, den Igel im Garten anzusiedeln und ihm einen sicheren Platz fürs ganze Jahr zu bieten. Die putzigen Kerle können in der «freien Wildbahn» bis zu 7 Jahre alt werden. Leider mindern die zunehmenden Gefahren und fehlenden igeltauglichen Zonen die Lebenserwartung um die Hälfte.

Schafft man es und die Igel ziehen bei einem im Garten ein, sind die Tiere – wenn es ihnen gefällt – äusserst standorttreu und verputzen während einer Gartensaison viele Nacktschnecken auf dem Weg in unser Salatbeet. Vielleicht erlebt man im Garten sogar mehrere Igel-Generationen.

Herzliche Gratulation an alle, die Igel in ihrem Garten haben und toi, toi, toi an jene, die das Projekt «Igel im Garten» anpacken und ein Igelparadies gestalten wollen.
Herr und Frau Igel sind Säugetiere der Ordnung Eulipotyphla / Insektenfresser, welche seit Jahrmillionen auf unserem Planeten heimisch sind. Die ausgewachsenen Tiere sind ungefähr 20 bis 30 cm lang und erreichen ein Gewicht von knapp einem Kilo.

Der eigentliche Insektenfresser ernährt sich neben Käfern und Larven auch von Regenwürmern, Schnecken, Tausendfüsslern und anderen Gartenbewohnern. Meist ist er erst gegen den Abend und in der Nacht auf Futtersuche, dabei hört man gern mal das Schmatzen und Knurren der Tiere.

Bei Gefahr fauchen sie gut hörbar und rollen sich zu einem Stachelball zusammen, der aus 6000 bis 8000 Stacheln besteht. Ein schmerzhaft piksendes Argument für zu neugierige Haustiere. Leider schützt dieser Stachelpanzer nicht gegen andere Gefahren der Zivilisation, und seine bevorzugten Lebensräume sind oft stark verstreut und für ihn unerreichbar – getrennt durch breite und stark befahrene Strassen, Mauern, Zäune und landwirtschaftliche Monokulturen.

Aus diesem Grund finden sich Igel mehr und mehr in der näheren bis direkten Umgebung von uns Menschen wieder. Umso wichtiger ist es, den Igeln einen Platz im Garten anzubieten, damit sich die sinkenden Igelbestände nicht noch weiter verringern. Der neue Untermieter ist zwar genügsam, dennoch müssen einige wichtige Punkte beachtet werden.

Bei der Suche nach einer Behausung wählt der Igel am liebsten geschützte und ruhige Standorte mit einer Mischung aus Hecken, Gebüschen, verfilztem Altgras, kleinen Gehölzen und kurz gehaltenen Wiesenflächen.

Reisewege
Unser stacheliger Freund steht öfter vor unüberwindbaren Hindernissen. Absätze, die höher als 10 bis 15 cm sind, stellen für den Igel ein Problem dar. Die kurzen Igelbeine sind fürs Klettern denkbar ungeeignet. Daher sollte man nicht nur den Zugang zum Grundstück ermöglichen, sondern auch innerhalb des Gartens daran denken, dass es beispielsweise nichts bringt, wenn das Igelhaus zwar geschützt, aber auf einem kleinen Podest oder an einer für ihn unerreichbaren Stelle steht. Das Futter darf ausserdem nicht zu hoch positioniert sein und man kann nicht erwarten, dass ein Igel die Schnecken in einem Rahmenbeet erwischt.

Auch Zäune oder Absätze sollten Durchgänge oder Öffnungen haben, welche den Igeln die Weiterreise in den nächsten Garten ermöglichen und vereinfachen. Latten oder Jägerzäune erlauben dem Igel zwischen den Gärten hindurch zu laufen. Maschendrahtzäune sollten ca. 10 cm über dem Boden angebracht werden, um den Igel den Durchgang zu gewähren. Am besten und tierfreundlichsten ist jedoch eine Hecke aus einheimischen Gehölzarten.

Unterkunft & Umgebung
«Hedgehog» nennen die Engländer den Igel, was sehr zu seinen Präferenzen bezüglich Garten passt. Das «Heckenschwein» liebt einheimische Hecken, gesäumt mit Stauden und Kräutern. So findet der Igel gute Versteck- und Nistmöglichkeiten inklusive Ruhezonen – und natürlich seine bevorzugte Nahrung. Welche Pflanzen sich besonders für den naturnahen Garten eignen, haben wir auf unserer Top-Pflanze-Liste für Biodiversität festgehalten.

Eine tolle Blumenwiese ergänzt das Igelparadies und macht es perfekt. Die Wiesen bieten ausserdem zahlreichen Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen, Spinnen und Käfern Nahrung. Was für den Gärtner auch äusserst praktisch ist – Bienen bedeuten befruchtete Blüten und dies bedeutet wiederum eine gute Ernte. Die Blumenwiese sollte ohnehin nicht häufig gemäht werden, da sie den Boden bei Hitzetagen optimal schattiert.

Im Garten fühlen sich Igel unter Gartenhäuschen, Lauben, Schuppen, Treppen und Veranden wohl, man kann jedoch auch Igelhäuser an ruhiger Lage anbieten. Liegen gelassene Laub- oder Zweighaufen sind sehr wichtig für Igel und bieten Schutz vor Wind und Wetter. Zudem werden Laub und Streu als Nistmaterial genutzt.

Der Komposthaufen im Garten – sofern für den Igel gut erreichbar – ist vergleichbar mit den Sushibars für Menschen. Nur dass keine Häppchen auf dem Förderband vorbeifahren, sondern die Igel kriegen Schnecken und Käfer, die ihnen direkt vor die Schnauze krabbeln. Bei geschlossenen Kompostsystemen oder Kompostsilos mit Hasendraht bleibt das Schlaraffenland für den Igel jedoch geschlossen. Was in einem Garten, der sonst genug zu bieten hat, aber kein Problem darstellt.

Gerade im Winter benötigen Igel kühle, trockene und ungestörte Unterschlupfmöglichkeiten. Beim Aufstellen eines Igelhauses sollte man beachten, dass dieses in einer gut erreichbaren und ruhigen Ecke im Garten, vor Zugluft und direkten Wettereinflüssen geschützt aufgestellt wird – am besten unter einen Baum oder einen Strauch mit «trockenem» Eingang, damit keine Feuchtigkeit mit ins Nest geschleppt wird.

Der Igel ist im Grunde genommen ein Einzelgänger, sie teilen aber ihr Revier mit anderen Igeln grosszügig und zanken sich nicht. Bei der Unterkunft selbst hört die Grosszügigkeit jedoch auf – ein naturnaher, gut strukturierter Garten sollte daher ausreichend Gelegenheiten bieten, auch mehrere Igel glücklich zu machen.

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